Sumpfnudel /sʊmp͡fnuːdl̩/, Substantiv, feminin [die].
Auch: → Alte Sumpfnudel
Dasein und Wesen eines Dinges (vgl. → Entität).
Ursprünglich in Verwendung v.a. in der Ansprache von Tieren, insbs. Haustiere. In der Soziologie als zusammenfassende Bezeichnung mehrerer → Entitäten oder auch nicht, i.d.S. auch als Zustandsbeschreibung chaotischer Systeme, vgl. → Heisenbergsche Unschärferelation u.a..
Dem Wortsinn entsprechendere Umdeutungen (etwa besonders weich gekochte Nudel) konnten sich nicht durchsetzen.
Etymologie: Wortzusammensetzung aus mhd. → Sumpf und → Nudel (vrmtl. lateinisch nodus).
Mündliche Überlieferung erstmal zu Beginn des 21. Jh. im nördöstlichen deutschen Sprachraum, erste schriftliche Nachweise in den frühen Zwanzigerjahren des 21. Jh. ebd., v.a. handschriftl. Belege oder in → Chatgruppen.
Der Begriff findet auch Anwendung in verschiedenen Redewendungen, etwa "In die Sumpfnudel schreiben" für besonders müßes Unterfangen.